Salzlandkreis

Luftansicht der Firma Cargill in Barby an der Elbe (Foto: Thomas Linßner)
Einwohner: 209.579 Stand 31.12.2010 |
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| Arbeitslosenquote insgesamt: 11,4% | |
| Arbeitslose insgesamt: 11.967 | |
| Arbeitslose SGB II: 8.691 | |
| Stand 30.11.2011 |
Das Land Sachsen-Anhalt wirbt gern mit seiner zentralen Lage innerhalb Deutschlands. Innerhalb Sachsen-Anhalts wiederum liegt der Salzlandkreis in der Tat „mittendrin“. Er entstand am 1. Juli 2007 im Zuge der Kreisgebietsreform aus den Landkreisen Schönebeck, Bernburg und Aschersleben-Staßfurt (ohne die Stadt Falkenstein). Der Namensbezug auf den Bodenschatz Salz kommt nicht von ungefähr – das Salz spielte von alters her im gesamten Kreisgebiet eine wichtige, ja dominierende Rolle. Das Wappen des Salzlandkreises zitiert dann auch das mittelalterliche Stadtwappen von Groß Salze, dem heutigen Schönebeck-Bad Salzelmen, das reich wurde durch ergiebige Salinen.
Heute ist der Salzlandkreis vom Mittelstand geprägt. Auf dem fruchtbaren Bördeboden im Norden des Landkreises dominiert die Landwirtschaft. In Könnern steht damals wie heute die Zuckerproduktion im Mittelpunkt. In Gatersleben wird Pflanzenbiotechnologie erforscht und betrieben. Schwerpunkte der Industrie des Landkreises liegen in den vier größten Städten des Kreises, so in Bernburg (Zement-, Salz- und Pharmazieproduktion),in Aschersleben (Vliesstoffproduktion, Werkzeugmaschinen- und Anlagenbau),in Schönebeck (Maschinen- und Anlagenbau, Sportmunition) sowie in Staßfurt (Fernsehgeräte und Satellitenreceiver, Sodaproduktion).
Nach 1990 wurde intensiv an der Verbesserung der Infrastruktur gearbeitet. Als erster wichtiger Neubau wurde die Bundesautobahn A 14 fertiggestellt. Außerdem ist bis heute der Neubau der vierspurigen Bundesstraße B 6 bereits sehr weit fortgeschritten. Damit verfügt die Region über eine hervorragende Anbindung der Verkehrsinfrastruktur in alle vier Himmelsrichtungen.
Der Salzlandkreis misst 142 632 Hektar und zählte 2010 (Stand 31.12.) 209.579 Einwohner, womit er der am dichtesten besiedelte der 11 Landkreise in Sachsen-Anhalt ist. Historisch setzt er sich zu einem Drittel aus anhaltischem und zwei Dritteln aus preußischem Gebiet zusammen. Auch wenn die früheren Grenzen auf aktuellen Landkarten nicht mehr nachvollziehbar sind, so kann man doch die Herkunft der „Salzländer“ sehr gut unterscheiden – an der Sprache.